Karlsruhe Bulach

Bulach ist ein Stadtviertel im Südwesten von Karlsruhe, welches zusammen mit Beiertheim den Karlsruher Stadtteil Beiertheim-Bulach bildet. Der alte Kern von Bulach ist der Bereich zwischen dem Bahnbetriebswerk, dem Zubringer Richtung Ettlingen und der Südtangente. Im Industriegebiet zwischen der Südtangente und der Maxaubahn Hauptbahnhof - Westbahnhof erstreckt es sich weiter nach Westen bis zur Junker-und-Ruh-Straße. Im Süden schließt es Gut Scheibenhardt ein.

Die Chronik von Bulach (Quelle: Bürgerverein Bulach - www.bv-bulach.de ): Prägend auf die Entwicklung von Bulach und Umgebung wirkten die Klöster Herrenalb und Frauenalb, wobei Frauenalb über Jahrhunderte nachhaltige Spuren hinterlassen hat. So war es Papst Coelestin III., der mit urkundlicher Erwähnung am 18. Mai 1193 dem Kloster Frauenalb „Freiheiten und Besitzungen zu Bulante“bestätigte und damit erstmals die Existenz des Ortes überlieferte. Bulach blickt somit auf eine über 800 jährige Vergangenheit zurück und gehört zu den älteren Stadtteilen in Karlsruhe.
Die Gottesauer Chronik berichtet, dass im Mittelalter Bulach zusammen mit sechs anderen Hardtgemeinden eine Markgenossenschaft bildete (Verteilung von Weide und Holzungsrecht, Schutz in Kriegszeiten usw.). Die Verbindung mit dem Kloster Gottesaue machte schon frühzeitig eine Anlage von Entwässerungsgräben, Straßen und Straßendämmen durch das wasserreiche, sumpfige Gebiet nötig.
Bei der durch die beiden Söhne Markgraf Christophs 1585 erfolgten Landesteilung fiel Bulach (zusammen mit Beiertheim, da beide pfarramtlich verbunden waren) an die (katholische) Markgrafschaft Baden-Baden, weil die Alb als Grenze zur Markgrafschaft Baden-Durlach festgelegt wurde. 1771 wurden die beiden Markgrafschaften wiedervereinigt.
Im Dreißigjährigen Krieg (1618 – 1648) war Bulach wie alle umgebenden Gemeinden Überfällen, Plünderungen, Hunger und Krankheiten ausgesetzt. Am Ende des Krieges hatte sich die Bevölkerungszahl halbiert.
Am 1. April 1929 wurde Bulach schließlich mit der Stadt Karlsruhe zu einer sog. „einfachen Gemeinde“ vereinigt. Der Stadt wurde es dadurch ermöglicht, sich aufgrund der Bulacher „Gelände-Mitgift“ ungehindert nach Süden und Südwesten
auszudehnen.
Bulach hat bis zum heutigen Tage seinen gemütlichen dörflichen Charakter erhalten, von dem seine Einwohner schwärmen. Das Bulacher Wahrzeichen, der gelbe Halbmond auf blauem Grund, passt trefflich zu der volksmündlichen Bezeichnung der Bulacher als „Nachtwächter“.

Bulach

Die Grundschule Bulach ist eine aktive Schule im Einklang mit Natur, Kultur und Tradition. Zur Schulgeschichte: Bulach kann als Schulort bis in die zweite Hälfte des 17.Jahrhundert zurückverfolgt werden. Als Schulhaus diente ursprünglich das gemeindeeigene Gebäude an der heutigen Litzenhardtstr. / Ecke Grünwinkler Str., bis dann im Jahre 1900 auf dem rückwärtigen Gelände Litzenhardtstr. 109 ein neues Schulhaus mit vier Klassenzimmern erstellt wurde. Im Jahre 1911 erstellte man auf dem Gelände des bisherigen Friedhof eine neue Schule aus rotem Sandstein, mit acht Klassenzimmern, einem Konferenz- und Lehrmittelraum, Kochküche sowie zwei Wohnungen. Leider wurde das Schulgebäude im September 1944 durch Fliegerangriff in ein Trümmerfeld verwandelt. Im Zuge des Neubau der Grundschule Bulach im Jahr 1954 hat der Kunstmaler Franz Dewald aus Grötzingen, Silbergrube das Scrafitto an der Gibelseite (Bremer Stadtmusikanten) und die Wandplastik an der Eingangsseite erstellt. Am 14. Juni 1954 zogen Schüler und Lehrer in das neu erbaute Schulhaus ein. Bauliche Veränderungen folgten 1972, die neue Turnhalle wurde am 3. September 1988 eingeweiht. In der Regel besuchen etwa 100 Schüler die meist einzügige Grundschule. Eine Grundschulförderklasse und eine ergänzende Betreuung gehören zu unserem Unterrichtsangebot dazu. 
Sehenswert in Bulach sind das Bulacher Rathaus, das "Bulacher Loch", die Kunstschule, das Feuerwehrhaus der Freiwilligen Feuerwehr Karlsruhe, der Wäscherinnenbrunnen, die St. Cyriakus Kirche mit ihrer Silbermannorgel, zahlreiche Wegkreuze, das ehemalige Hofgut Scheibenhardt sowie zahlreiche Fachwerkhäuser in der Litzenhardtstraße, die zum Teil unter Denkmalschutz stehen.

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